Sex and Drugs and Rock and Roll – Toll! Aber auch am Arbeitsplatz?

Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz nicht mit dem Rest einer Rockband teilen, sieht es mit Sex and Drugs and Rock and Roll in der Regel eher mau aus. Häufig werden Sie auch wenig Lust auf das Konsumieren von Drogen am Arbeitsplatz haben, weil sich damit ja in der Regel nicht wirklich gut arbeiten lässt, aber was viele immer wieder in Schwierigkeiten bringt ist der Sex! Besser gesagt sexuelle Übergriffe bzw. sexuelle Belästigung. Die Auswirkungen der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz werden häufig unterschätzt.

Um eins vorweg zu nehmen. Es geht hier nicht um Flirts oder gar um Liebe am Arbeitsplatz, sondern um Handlungen bzw. Äußerungen mit sexuellem Bezug, die vom Empfänger bzw. der Empfängerin unerwünscht sind.

Im konkreten Fall ging es um unerwünschte Bemerkungen. Eine junge Frau war als Sachbearbeiterin in einem mittelständigen Unternehmen. Die Atmosphäre in der Firma war insgesamt eher „locker“. So kam es, dass einer der Mitarbeiter „aus Witz“ immer wieder anzügliche Dinge zu der jungen Frau sagte. Sachen wie „Wow, Du siehst toll aus. Deine Lippen laden heute wieder zum Küssen ein.“ oder „Du hast einen derart knackigen Arsch, den würde ich gerne mal ordentlich massieren“ und schließlich „Wie, Du willst schon gehen? Weißt Du denn nicht, dass man ungefickt nicht schlafen gehen soll.“

Die junge Frau quittiert jede Äußerung mit einem „Lass mich in Ruhe mit dem Scheiß!“ und beschwerte sich schließlich bei ihrem Vorgesetzten, der sogleich energisch einschritt und den Mitarbeitern hochkant rausgeworfen hat.

Wahrscheinlich hätte ein Gericht diese Kündigung für wirksam erachtet, weil die Gerichte in derartigen Fällen tatsächlich keinen Spaß verstehen. In unserem Fall einigten sich die Parteien auf eine Abfindung und gingen getrennte Wege.

Es bleibt zu hoffen, dass der Mitarbeiter, der sich für ach so furchtbar witzig hielt, seine Lektion gelernt hat.

Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Das in diesem Artikel verwendete Foto stammt von jean koulev.

Über Elishewa Patterson-Baysal

Schubladendenken überlasse ich anderen! Ich berate Unternehmen ganzheitlich und bestärke sie ihre Mitarbeiter als ihr wichtigstes Asset zu betrachten. Gesunde, fachlich qualifizierte und motivierte Mitarbeiter garantieren den Unternehmenserfolg.

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