Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch

Wenn ein Bewerbungsgespräch ansteht, ist man naturgemäß nervös. Man will nichts falsch machen und vor allem einen guten Eindruck hinterlassen.
Hier ein paar hilfreiche Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch.

Seien Sie gut vorbereitet:
Bereiten Sie sich mit der Beantwortung der nachfolgenden Fragen vor:
Wo liegen Ihre Stärken und was sind Ihre Schwächen ?
Warum suchen Sie eine neue Anstellung ?
Was sind sie bereit zu investieren ?
Wie flexibel sind Sie im Hinblick auf Arbeitszeit und vor allem –ort ?
Warum sind gerade Sie so gut für die ausgeschriebene Stelle geeignet ?
Bereiten Sie sich zudem auf die verschiedensten Fragen vor, z.B. zu Ihrem Familienstand, Ihren Interessen aber natürlich auch zu Ihrem bisherigen beruflichen Werdegang

Seien Sie gut informiert:
Sie sollten genau Bescheid wissen über die ausgeschriebene Position, das Unternehmen und seine Leistungen; hierzu können Sie im Internet recherchieren und vor allem auch die Homepage des Unternehmens besuchen

Seien Sie zuvorkommend, höflich, aber ganz natürlich:
Bestätigen Sie den Einladungstermin schriftlich, telefonisch oder per E-Mail und seien Sie auf jeden Fall pünktlich. Besser eine Stunde warten, als eine Minute zu spät. Sie wollen doch einen guten Eindruck machen! Achten Sie bei der Kleindung darauf, dass Sie sich natürlich darin bewegen können. Sie gehen nicht zu einem Abschlussball, aber Flecken, ungebügelte Hemden und vor allem unansehnliche Schuhe und ungepflegte Hände sind absolut tabu!

Das Interview:
Generell sollten Sie immer Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, die Gesprächseinladung und evtl. den Personalbogen und die Stellenanzeige mitbringen.

Der durchschnittliche Personalchef setzt auf gute Vorbereitung, Natürlichkeit, auf Pünktlichkeit und auf konkrete Beantwortung der gestellten Fragen. Humor ist erlaubt, aber nur in sehr geringem Umfang. Seien Sie also kein Pausenclown.

Ablauf des Gesprächs:
Bewerbungsgespräche verlaufen zwar meist unterschiedlich und situativ, aber die wichtigsten Merkmale sind eigentlich immer gleich:

1.) Begrüßung
Gehen Sie auf Ihren Gesprächspartner zu und reichen Sie ihm die Hand. Achtung: achten Sie darauf, dass Ihre Hände nicht feucht sind und dass der Händedruck angenehm fest, aber nicht zu fest ist. Auf keinen Fall so was lappriges, dass mag Niemand, erst Recht kein Entscheidungsträger!

Achten Sie während des ganzen Gesprächs auf eine angemessene Körpersprache. Diese sollte offen und freundlich sein. Nehmen Sie Blickkontakt auf und lächeln Sie! Denken Sie auch an Ihre Sitzhaltung und Gestik. Überlassen Sie ihrem Gegenüber die Gesprächsführung und versuchen Sie weniger nervös zu wirken als Sie sind !

2.) Informationen über die Position / das Unternehmen
Hier erhalten Sie in der Regel eine grobe Darstellung des Unternehmens und detaillierte Informationen über das auszufüllende Aufgabengebiet. An dieser Stelle können Sie schon punkten und die von Ihnen in Erfahrung gebrachten Informationen über das Unternehmen einbringen.

3.) Vorstellung
Sie werden aufgefordert etwas über sich und Ihren bisherigen Werdegang zu sagen. Diese Sequenz sollten Sie im Vorfeld schon einmal mit Freunden „geprobt“ haben. Natürlich sollen Sie nichts auswendig lernen oder einstudieren, aber ein bisschen üben schadet nichts ! Fassen Sie sich kurz, aber sagen Sie ausreichend viel über sich und Ihren bisherigen Werdegang.

4.) Ihre Motive
Geben Sie knappe Antworten auf Fragen, wie z. B. „Warum haben Sie sich bei uns beworben?”, „Warum halten Sie sich für diese Stelle geeignet?” und „Was erwarten Sie von ihrem zukünftigen Arbeitsplatz?”  Auch für diese Situation kann ein Probelauf in vertrauter Umgebung von Vorteil sein.

5.) Situative Fragen
In situativen Interviewteilen werden Sie beispielsweise mit einer typischen Arbeitssituation im Unternehmen konfrontiert (evt. durch ein Rollenspiel).

Mit Ihrem Verhalten und Ihren Antworten dazu sollten Sie sich, wie in allen anderen Situationen, identifizieren können und keine Standardantworten abgeben. Haben Sie hier durchaus Mut zur Schwäche: fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar ist und sagen Sie wenn Ihnen keine Antwort einfällt bevor Sie lange rumdrucksen.

6.) Ihre Fragen
Jetzt sind Sie gefragt. Jetzt will Ihr Gegenüber wissen wie interessiert Sie tatsächlich sind. Wie gut sind Sie tatsächlich vorbereitet. Geben Sie also Ihr Bestes und seien Sie besonders auf diesen Teil des Gesprächs gut vorbereitet !

Fragen Sie nach der Struktur an Ihrem zukünftigen Arbeitsplatz, nach den Entwicklungsmöglichkeiten, den Weiterbildungschancen und dem Gehaltssystem.

7.) Gesprächsabschluss / Verabschiedung
Hier besprechen Sie die eventuell folgenden Gesprächstermine, das weitere Verfahren und verabschieden sich höflich mit ausreichend festem, aber nicht zu festem Händedruck und natürlich mit einem strahlenden Lächeln. Bedanken Sie sich für das Gespräch und dann raus mit Ihnen. Hier bitte keine Pausen einlegen, denn das wirkt schnell ungelenk.

8.) Nachbereitung
Im Idealfall haben Sie überzeugt und Sie bekommen die Stelle. Also raus mit dem Sekt aus dem Kühlschrank ! Bei einer Absage per Post ohne genaue Begründung sollten ruhig noch einmal telefonisch nach den genauen Gründen fragen; dies kann bei Ihren späteren Bewerbungen durchaus hilfreich sein, um eventuelle Fehler und Schwächen zu erkennen und sie abzustellen.
Das Team von IhrArbeitsrecht.de wünscht Ihnen viel Erfolg!

Der Text stammt auszugsweise aus dem Buch E-Book “Ihr gutes Recht: Arbeit” von RAin Patterson-Baysal und RAin Katja Wolpert wurde dabei überarbeitet und aktualisiert.

Über Elishewa Patterson-Baysal

Schubladendenken überlasse ich anderen! Ich berate Unternehmen ganzheitlich und bestärke sie ihre Mitarbeiter als ihr wichtigstes Asset zu betrachten. Gesunde, fachlich qualifizierte und motivierte Mitarbeiter garantieren den Unternehmenserfolg.

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